2. AH Freizeitwölfe

Spielberichte
5. Einsatz, 16.10.2020, Fr., 19:00 SG Jetzendorf/Steinkirchen - Freizeitwölfe 1:8 (0:2)

Kantersieg in Steinkirchen!
Nach der kurzfristigen krankheitsbedingten Absage unseres Stammtorwarts Woife Sterflinger stellte sich der Kleinfeld-Torwart-Spezialist Michel Kreppold zwischen die Pfosten. Doch so geruhsam hatte er sich seinen Einsatz wohl nicht vorgestellt. Die gefährlichste Szene vor der Pause war ein ungewolltes Rückspiel von Martin Peters, bei dem die Hausherren vehement einen indirekten Freistoß forderten (aber nicht bekamen). Die bärenstarke Defensive um Mark Stöber und Jose Reichlmair ließ während des gesamten Spiels keine einzige Torchance aus dem Spiel heraus zu. Aber auch das bestens besetzte Mittelfeld trug wesentlich zur starken Defensivleistung bei.  Durch konsequentes Pressing konnten die Angriffs-bemühungen des Gegners ein ums andere Mal bereits im Ansatz unterbunden werden. Doch es dauerte bis zur 17. Minute, ehe endlich die längst verdiente Führung gelang. Benni Emonts tankte sich auf der linken Seite bis zur Torlinie durch und flankte mustergültig in den Rücken der Abwehr. Dort stand Andi Hillreiner goldrichtig und wuchtete die Kugel in den rechten oberen Winkel. Ein weiteres Highlight war die Entstehung und Voll-endung des zweiten Tores. Ein weiter Pass von Mark Stöber erreichte Christian Fintina, der direkt auf den startenden Andi Hillreiner durchsteckte. Andi, der neue Goalgetter, lief anschließend allein auf den gegnerischen Torwart zu und vollendete sehenswert zur 2:0 Führung. Unmittelbar danach pfiff der Schiri zur Halbzeitpause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten die Hausherren mit einer härteren Gangart die Freizeitwölfe unter Druck zu setzen. Doch die ließen sich davon nicht beirren und spielten weiter konsequent nach vorne. Nach einem Zuspiel von Robert Gley war es Benni Emonts, der in bester Arjen-Robben-Manier von rechts in die Mitte zog und den Ball wuchtig im linken Kreuzeck versenkte. „Ein Tor schöner als das andere“, jubelten die Spieler an der Außenlinie. Nur wenige Minuten später wurde Sepp Heckmair im Strafraum regelwidrig umgegrätscht. Den völlig unstrittigen Elfmeter verwandelte Christian Fintina gewohnt sicher. Nach diesen beiden schnellen Toren zu Beginn der zweiten Hälfte brachen die Steinkirchener regelrecht ein, haderten und schimpften untereinander und ergaben sich fast widerstandlos. Markus Hörmann gelang zu seinem diesjährigen Einstand bei den Freizeitwölfen das 5:0, ehe die Steinkirchener durch ein Eigentor auf 6:0 erhöhten. In der Schlussphase trafen dann noch einmal Christian Fintina und endlich auch Peter Glas. Dieser arbeitete unermüdlich und stellte die gegnerische Abwehr immer wieder vor große Probleme. Dreimal zuvor traf er den Pfosten, ehe er seine gute Leistung in der 71. Minute mit dem letzten Treffer der Freizeitwölfe krönen konnte. In der letzten Spielminute war dann endlich auch die Heimelf erfolgreich. Durch einen direkt verwandelten Freistoß erzielten sie noch den Ehrentreffer zum 1:8. Der einzige Schuss auf das Tor von Michel Kreppold und der war auch gleich drin. „Scheiße“, schimpfte er, „ich bin schon enttäuscht, dass ich die Null nicht festhalten konnte!“

„Es ist ja völlig egal, wen ihr einwechselt, da ist überhaupt kein Bruch im Spiel erkennbar“, stellte Bernd Deubel, der AH-Verantwortliche aus Steinkirchen  resigniert fest. Und damit hatte er völlig recht. Die Gäste glänzten während des gesamten Spiels durch starkes Stellungsspiel und konsequentes Halten der Positionen in allen Mannschaftsteilen, egal wer gerade auf dem Platz war. Eine sehr starke Defensive und ein hervorragend besetztes, spielfreudiges Mittelfeld sorgten letztendlich für ein ziemlich einseitiges Spiel, das auch in dieser Höhe verdient gewonnen wurde. Nach dem Spiel meinte Sepp Heckmair schmunzelnd beim Eigentor der Steinkirchner einen zusätzlichen Assist verdient zu haben, weil er seinen Gegenspieler dabei so erschreckt hatte, dass er nur noch ins eigene Tor treffen konnte. Doch auch mit zwei regulären Assist war er mehr als zufrieden. Martin Peters stellte zufrieden fest, "zwei Einsätze und zwei Siege, so kann es gerne weitergehen!" Peter Glas meinte, "ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon einmal in einem Spiel 10 Tore hätte schießen können!" Andi Hillreiner wiederum überlegte ob er in einem Spiel überhaupt schon mal zwei Tore geschossen hatte. Und Markus Hörmann, dem Sepp Pfeil vor dem Spiel ein XXXL-Trikot unterschob, murrte nach dem Spiel, "ein XXL-Trikot hätte auch gepasst!"

Statistik:      
0:1 (17.) Hillreiner Andi, nach Vorarbeit Emonts Benni
0:2 (39.) Hillreiner Andi, nach Zuspiel Fintina Christian
0:3 (43.) Emonts Benni, nach Pass von Gley Robert
0:4 (52.) Fintina Christian FE, nach Foul an Heckmair Sepp
0:5 (60.) Hörmann Markus, nach Zuspiel Heckmair Sepp
0:6 (62.) Eigentor, nach scharfer Flanke von Fintina Christian
0:7 (68.) Fintina Christian, nach Pass von Glas Peter
0:8 (71.) Glas Peter, nach Zuspiel von Hillreiner Andi
1:8 (80.) Ehrentreffer der Hausherren nach Freistoß



4. Einsatz, 02.10.2020, Fr., 19:00 SV RW Überacker - Freizeitwölfe 2:4 (0:1)

Matchwinner Benni Emonts zweimal ausgewechselt!
„Jetzt schiesse ich drei Tore und werde zweimal ausgewechselt“, witzelte der Benni, „das gibt es nur bei den Freizeitwölfen“. Doch der Reihe nach. Kaum war das Spiel angepfiffen, wedelte der Benni schon verzweifelt mit den Armen, „Wechselt mich aus, holt mich hier raus, ich habe überhaupt keine Luft. Irgendwas stimmt nicht mit mir!“. Couch Christian Fintina fackelte nicht lange und Benni nahm auf der Bank Platz. In der zweiten Hälfte drehte er dann -dank der auswechslungsbedingten Erholungspause- so richtig auf und erzielte drei Treffer. Doch wieder holte ihn Christian Fintina vom Feld. „Nein, nein, nicht, ich hab jetzt Luft, viel Luft! Mit mir stimmt alles!“, wehrte sich der Sägstraßler aus Großberghofen. Doch der Couch kannte keine Gnade und Benni musste das Feld verlassen. „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“ meinte Matchwinner Benni lachend und fügte sich vergnügt seinem Schicksal.

Doch nun zum eigentlichen Spielverlauf: Die Freizeitwölfe begannen konzentriert und erspielten sich eine Reihe guter Chancen. Doch das Visier bei Benni Emonts, Matthias Meiler, Robert Gley, Detlef Fischer und Oliver Greve war noch nicht richtig eingestellt. Die beste Torgelegenheit hatte dabei Detlef Fischer in der 19. Minute, als der gegnerische Verteidiger gerade noch im letzten Moment zur Ecke klären konnte. Nur wenige Minuten später hatte die Heimelf nach einem schnellen Konter die Riesenchance zur Führung, doch der Schuss streifte knapp am langen Pfosten des von Woife Sterflinger bestens gehütete Tor vorbei. Da hatten die Freizeitwölfe wirklich großes Glück. Die nächste nennenswerte Aktion war eine kunstvoll zelebrierte Piruette von Sepp Pfeil, der nach rund einer halben Stunde für Detlef Fischer ins Spiel kam. Am gegnerischen 16er wollte er gleichzeitig aus dem Abseits herauslaufen und den Steilpass von Matthias Meiler erlaufen. Die widersprüchlichen Signale konnten geistig nicht so schnell verwertet werden und führten zu unkontrollierten Bewegungsabläufen der fehlgesteuerten  Beine. „So eine schöne Schwalbe habe ich noch nie gesehen“, wurde er anschließend vom Couch  gelobt. In der 32. Minute dann endlich die verdiente Führung für die Freizeitwölfe. Einen direkten Freistoß ca. 18m zentral vor dem Tor verwertete Matthias Meiler gekonnt ins linke unter Eck (er war selbst gefoult worden).

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Teams und es dauerte eine Weile bis sich die ersten Torgelegenheiten ergaben. Allmählich kamen die Gäste wieder besser ins Spiel und erspielten sich einige gute Gelegenheiten. In der 59. Minute gelang dann aber überraschend dem SV RW Überacker nach einem mustergültigen Konter der 1:1 Ausgleich. Doch die Freizeitwölfe ließen sich nicht beirren und schlugen eiskalt zurück. Benni Emonts gelang nach feinem Zuspiel von Matthias Meiler nur eine Minute nach dem Ausgleich die erneute Führung. Jetzt waren die Freizeitwölfe sehr präsent und attackierten die Mannen aus Überacker schon früh in deren eigener Hälfte. Allen voran Benni Emonts, der in der 67. Minute den Ball durch konsequentes Pressing erobern konnte und plötzlich alleine auf das gegnerische Tor zulief. Geschickt umkurvte er auch noch den Torwart und vollendete zur völlig verdienten 3:1 Führung. Sechs Minuten vor Schluss gelang dann dem nie aufsteckenden SV RW Überacker doch noch der 2:3 Anschlusstreffer. Und wieder schlugen die Freizeitwölfe sofort zurück.  Martin Peters war auf der rechten Seite durch, flankte scharf nach innen in den Fünfmeterraum, wo erneut Benni Emonts goldrichtig stand und zum 4:2 Endstand einschoss. Fazit: In einem fairen Spiel hieß am Ende der verdiente Sieger „Freizeitwölfe Schwabhausen / Erdweg“! Alle drei 2020er Neuzugänge, Sebastian Ehnes, Sepp Fottner und Martin Peters waren bei dieser Partie mit dabei und reihten sich mustergültig in die insgesamt geschlossene Mannschaftsleistung ein.Mit dabei war auch Sebastian Bolz, der nach den ganzen Querelen im Vorfeld der Partie die Ruhe bewahrte und nach Überacker reiste obwohl ihn der sportliche Leiter der Freizeitwölfe mehrmals auf der Aufstellung „vergaß“.  

Statistik:
      0:1 (32.) Meiler Matthias (direkt verwandelter Freistoß
      1:1 (59.)

      1:2 (61.) Emonts Benni, nach feinem Zuspiel von Meiler Matthias
      1:3 (67.) Emonts Benni, nach eigener Balleroberung
      2:3 (75.)                        
      2:4 (77.) Emonts Benni, nach mustergültiger Flanke von Peters Martin
 


3. Einsatz, 25.09.2020, Fr., 19:15 (!!!) VfL Ecknach - Freizeitwölfe 3:0 (2:0)

Spielerisch starken Ecknachern über weite Strecken auf Augenhöhe begegnet!
Den ganzen Tag über regnete es in Strömen und ein unangenehmer kalter Wind sorgte für alles andere als ideale Bedingungen. Beide Teams ließen sich davon jedoch nicht abschrecken und stellten sich den widrigen Umständen. Wie zur Belohnung hörte der Regen pünktlich zum Anpfiff auf  und es blieb weitgehend trocken. 

Die ersten Minuten gehörten den Gästen, ohne jedoch wirklich zwingende Chancen herauszuspielen. In der 9. Minute nutzten die Hausherren bei ihrem ersten Angriff eine Unkonzentriertheit in der Defensive der Freizeitwölfe und ein Ecknacher Spieler stand plötzlich mutterseelenallein vor Wolfgang (Woife) Sterflinger. Gegen den platzierten Schuss ins lange Eck hatte er keine Abwehrchance. Allerdings wurde nach Meinung der Gäste die Abseitsposition des Stürmers vom Schiri übersehen. Nur eine Minute später war der Woife schon wieder geschlagen. Diesmal leitete der VfL Ecknach einen sehenswerten Angriff über die linke Seite ein. Die scharfe Hereingabe wurde dann in der Mitte mustergültig zur 2:0 Führung vollendet. Im Verlauf der ersten Hälfte stabilisierten sich die Gäste zusehends und wurden mutiger. Aus einer nun sicheren Abwehr heraus konnten sie sogar nach vorne einige Akzente setzen. Benni Emonts, Robert Gley und zweimal Peter Glas zielten zu hoch oder wurden geblockt. Ecknach tat sich nun deutlich schwerer, blieb aber weiter gefährlich. Bis zum Pausenpfiff neutralisierten sich beide Teams weitgehend, so dass es beim Spielstand von 2:0 blieb.   

Nach der Pause gestalteten die Freizeitwölfe das Spiel offener. Hellwach und hoch konzentriert konnten sie ein ums andere Mal die Angriffs-bemühungen der Ecknacher entscheidend stören. Die ein oder andere spielerische Überlegenheit des VfL Ecknach wurde durch Einsatz und Kampf wieder wettgemacht. Um so ärgerlicher dann, als sich in der 54. Minute ein Pressschlag, zur Verblüffung von Freund und Feind, in einer unglücklichen Bogenlampe über den Woife hinweg ins Tor senkte. Doch auch jetzt steckten die Mannen um Christian Fintina, der nach einer frühen Muskelverletzung das Spiel von außen leiten musste, nicht auf und kamen mehrfach vielversprechend in den gegnerischen Strafraum. Robert Gley, Peter Glas und Jörg Fantik verzogen jedoch, so daß es letzlich beim etwas zu hohen 0:3 blieb.  

Vor allem kurz vor und kurz nach der Pause schlichen sich auch einige Nicklichkeiten ein, die dann auch zu hitzigen Diskussionen führten. Der Schiri hatte in dieser Phase sichtlich Mühe mit dem Spiel und lag nicht immer richtig mit seinen Entscheidungen. Doch alle beruhigten sich wieder und der Fußball stand wieder im Mittelpunkt. Insgesamt ein gutes Spiel beider Mannschaften, wobei die einen spielerisch und die anderen kämpferisch und mit großem Einsatz absolut überzeugen konnten. Mit ein bisschen Glück und mehr Cleverness vor dem Tor wäre den Gästen gegen Ende der Partie fast noch der Anschlusstreffer gelungen. Verdient wäre er allemal gewesen. 

Statistik:      
1:0 (9.), 2:0 (10.), 3:0 (54.)


2. Einsatz, 18.09.2020, Fr., 18:00 (!!!) FC Tandern - Freizeitwölfe 2:3 (1:0)

"Geiles Spiel, leider war ich auf der falschen Seite", Edi Salvamooser nach dem Spiel!
Die Freizeitwölfe waren in der ersten Viertelstunde das klar spielbestimmende Team und hatten gleich vier (!) Riesenchancen in Führung zu gehen. Robert Gley scheiterte am Innenpfosten. Sigi Mayr verzog einmal und beim zweiten Mal „vergaß“ er zu schießen, als er sich bärenstark in den Strafraum durchtankte und plötzlich frei vor dem Tor stand. Es hatte den Anschein, dass die Kommunikation seines lädierten Schädels (Horn von Kollbach) mit seinen neu beschuhten Füßen gestört war und er deshalb nicht mehr wusste, was er tun sollte. Benni scheiterte schließlich ebenfalls freistehend, am gegnerischen Torhüter. Wie so oft im Fußball wurde die mangelnde Chancenauswertung gnadenlos bestraft. Der FC Tandern mit Edi Salvamooser (Der Edi spielte diesmal auf Seiten seines Heimatvereins) erzielte mit dem ersten gelungenen Angriff gleich die 1:0 Führung. In den folgenden Minuten waren die Freizeitwölfe regelrecht gelähmt und verunsichert. Dies belegte folgende Szene: Bernd Scharfenberg trat zum Einwurf an und warf diesen völlig unbedrängt direkt auf die im Außenbereich sitzenden Gäste der Vereinsgaststätte. Gerhard Westenrieder glaubte gesehen zu haben, dass der Bernd noch schnell die Pizzabestellung auf den Ball geschrieben hatte, damit er nach dem Spiel nicht so lange warten muss. Gegen Ende der ersten Halbzeit fingen sie sich wieder, doch bis zur Pause blieb es bei der etwas glücklichen Führung für die Hausherren. 


Im Verlauf der zweiten Hälfte bekamen die Freizeitwölfe immer mehr Zugriff auf das Spiel, während gleichzeitig bei den Tandernern die Kräfte ein wenig nachließen. Nach einer langen Flanke von Robert Gley war es Benni Emonts, der, für ihn ungewohnt, mit einem  Abstaubertor zum längst verdienten Ausgleich erfolgreich war. Kurze Zeit später gelang Robert Gley mit einem mustergültig ausgeführten Eckball erneut die Vorarbeit zu einem Tor. In der Mitte stand Christian Fintina goldrichtig und war mit einem herrlichen Kopfball erfolgreich. In dieser Phase hätten die Freizeitwölfe die Führung weiter ausbauen können, doch Benni Emonts vergab die dickste Gelegenheit und jagte den Handelfmeter rechts weit über das Tor in den wolkenlosen Himmel über Tandern. „Den wollte ich flach rechts unten platzieren“, meinte der Benni grinsend nach dem Spiel. Die Mannen um Edi Salvermooser wehrten sich und blieben bei ihren Konterangriffen stets gefährlich. Nach einer Unaufmerksamkeit in der Gästedefensive gelang ihnen dann sogar der 2:2 Ausgleich. 


Man spürte förmlich, dass die Freizeitwölfe dieses Spiel unbedingt noch gewinnen wollten. Der Gegner wurde jetzt schon früh in seiner eigenen Hälfte unter Druck gesetzt und die Anfeuerungsrufe der Spieler auf der Bank, allen voran Michel Kreppold, taten ihr Übriges. Der Siegtreffer war schließlich Mark Stöber vorbehalten. Zunächst attackierte er den ballführenden Gegenspieler und eroberte den Ball, dann zog er aus rund 25m ab und belohnte sich und die Mannschaft mit einem fulminanten Weitschuss, a la Lothar Matthäus. Der Ball wurde lang und länger und schlug schließlich unhaltbar ins lange Eck ein. In seiner Begeisterung verstieg sich Sepp Pfeil zu der Aussage „Klasse Schuss, Mark, das waren ja fast 70m!“ Mark wurde unter dem enthusiastischen Jubel seiner Mitspieler regelrecht erdrückt, so groß war die Freude. Mark`s Söhne, die ihn als kleinen Fanclub extra begleitet hatten, waren so in ihre Smartphones vertieft, dass sie das Hammertor ihres Vaters nur am Rande mitbekamen. Nun verteidigten die Gäste mit Mann und Maus und retteten, absolut verdient, die knappe Führung bis zum Schlusspfiff des souverän leitenden Schiri`s aus Tandern. Der erste Sieg im Jahr 2020 war unter Dach und Fach!

Als Sepp Pfeil ein paar Minuten vor Schluss noch einem anderen Spieler auf der Bank ein paar Einsatzminuten ermöglichen wollte, rief er nach draußen, „Michel, willst Du noch mal reinkommen?“ Von Andi Hechtl wurde er verdutzt darauf aufmerksam gemacht, dass der Michel schon drin ist. „Dass der Sepp schlecht hört wissen wir ja, aber jetzt sieht er auch noch schlecht“, murmelte der Andi in seinen nicht vorhandenen Bart.  

Statistik:  
1:0 (16.)  
1:1 (54.) Emonts Benni, nach Flanke von Robert Gley
1:2 (56.) Fintina Christian, nach Flanke von Robert Gley
      (58.) Emonts Benni verschießt HE
2:2 (60.)
2:3 (65.) Stöber Mark, nach eigener Balleroberung
 


1. Einsatz, 11.09.2020, Fr., 19:00 1.FC Kollbach - Freizeitwölfe 3:1 (3:1)

Erstes Spiel nach langer Coronapause!
Im Spiel 1 nach der Corona-Zwangspause war bei den Freizeitwölfen über weite Strecken noch Sand im Getriebe. Nur teilweise konnten sie im Spielaufbau überzeugen. Meist jedoch wurde der Ball schon in der Vorwärtsbewegung schnell wieder verloren, was ein ums andere Mal den Kollbachern Chancen eröffnete. Vom Fremont-Soccer-Club aus Kalifornien zurückgekehrt ist „Ich-passe-noch-in-ein-XXXL-Trikot“-Markus Battermann, der seinen Trainingsrückstand rücksichtslos zur Schau stellte. Lediglich „ein-XXXL-Trikot-passt-mir-wie-angegossen“-Stefan Rottmeier konnte mit ihm in Sachen Fitness einigermaßen mithalten. Beide haben aber fest versprochen, ab sofort regelmäßig im Training an ihrer Fitness zu arbeiten!

Die Vorfreude auf diese Partie war bei beiden Mannschaften riesengroß. „Das war ein großer Schritt Richtung Normalität“, meinte Thomas Mayr, der AH-Verantwortliche aus Kollbach, „auch wenn die strikten Auflagen des Schutz- und Hygienekonzepts von jedem Einzelnen einiges abverlangen“. 

Der Versuch, aus der Abwehr heraus mit sicheren Ballstafetten nach vorne zu kommen, war unverkennbar bei den Freizeitwölfen. Allerdings klappte längst nicht alles. Der Beginn jedoch war verheißungsvoll. Eine Maßflanke von Robert Gley landete bei Sebastian Bolz, der den Ball mustergültig auf den mitgelaufenen Sigi Mayr legte. Dieser vollendete in der 5. Spielminute zur frühen Führung für die Gäste. Das schien den Kollbachern nicht in den Kram zu passen, denn sie waren merklich bestrebt den Ausgleich zu erzielen. Die Hausherren waren nun präsenter und immer einen Ticken schneller am Ball. Leichtsinnige Ballverluste der Freizeitwölfe trugen ihr Übriges dazu bei. Innerhalb von ca. 12 Minuten konnten sie das Spiel drehen und mit 3:1 in Führung gehen. Nur noch vereinzelt kamen die Gäste gefährlich vor das Tor des Gegners, aber bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand. 

Zur zweiten Halbzeit versuchte Trainer Christian Fintina mit einigen Umstellungen mehr Sicherheit ins Spiel zu bringen. Man hatte jetzt zwar den Gegner etwas mehr unter Kontrolle, allerdings ging nach vorne nicht mehr viel zusammen. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte wiederum Sigi Mayr, der einen Kopfball Mitte der zweiten Hälfte knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. In dieser Szene verletzte sich sowohl Sigi Mayr, als auch sein Gegenspieler, als sie unkontrolliert mit ihren Köpfen zusammen rasselten. Während Sigi mit einer dicken Beule schon bald wieder aufstehen konnte, lag der Kollbacher noch minutenlang sichtlich angeschlagen und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen. Auch er hatte eine dicke Beule, aber dazu eine wirklich übel aussehende offene Wunde. Diese musste ärztlich versorgt werden. Alle waren sich einig, das Spiel nicht mehr weiter fortzusetzen und so endete das erste Nach-Corona-Spiel mit einer verdienten 1:3 Niederlage. Aber angesichts der besonderen Umstände geriet dieses Ergebnis schnell zur Nebensache. 

 „Eisenschädel“ Sigi Mayr, erfuhr erst nach dem Spiel, als sein Kontrahent frisch verarztet, aber wieder bester Dinge, auf den Platz zurückkam (Wunde musste gott-sei-Dank nur getackert werden), dass dieser ein bekennender 60er-Fan ist. Dies verleitete ihn spontan zu der Feststellung, dass er das „Derby“ klar für sich entscheiden konnte.   

Statistik:      
0:1 (  5.) Mayr Sigi nach Ablage von Bolz Sebastian 
1:1 (12.)
2:1 (18.)
3:1 (24.)   

16. Einsatz, 25.10.2019, Fr., 19:00 VfL Ecknach - Freizeitwölfe 6:1 (3:0)

Klare 1:6 Niederlage zum Abschluss der Saison!
Die Ecknacher hatten während des Jahres enorme Probleme den Spiel- und Trainingsbetrieb mangels Teilnehmer aufrecht zu erhalten. Unter der neuen Führung gelang die Wende zum Positiven und mittlerweile haben sie wieder genügend Spieler in ihren Reihen. Allerdings sind die „Neuen“ durchwegs um die 35 Jahre alt. Leidtragende dieser, für die Ecknacher sehr positiven Entwicklung, waren an diesem Tag die Gäste aus Schwabhausen und Erdweg. Die vor allem in den Anfangsminuten von der Geschwindigkeit und Wendigkeit der Hausherren total überrumpelt wurden. Innerhalb von nur 8 Minuten zappelte der Ball dreimal im Netz. Bei keinem Treffer hatte Woife Sterflinger im Tor eine reelle Abwehrchance. Danach fingen sich die Freizeitwölfe und hielten mit allem was ihnen zur Verfügung stand wacker dagegen. Es war förmlich zu sehen, dass sie sich immer besser auf den permanten Angriffsfußball des Gegners einstellten und jeder Einzelne an den Aufgaben wuchs. In der Folge konnten sie sogar mit einzelnen gefährlichen Angriffen Nadelstiche setzen und ihre eigene Defensivabteilung entlasten. Mit dieser Top-Einstellung verhinderten sie bis zur Pause weitere Treffer der bärenstarken Ecknacher.

Kurz nach der Pause hatten sie auch noch Pech, als den Hausherren innerhalb von zwei Minuten zwei Kunstschüsse gelangen, die beide unhaltbar hinter Woife Sterflinger im Netz einschlugen. Gerade als sich die Gäste ein wenig befreien konnten und zweimal aussichtsreich vor dem Ecknacher Torhüter auftauchten, gelang dem Aichacher Vorortclub mit einem Konter das 6:0. Doch auch jetzt ließen die Freizeitwölfe den Kopf nicht hängen und kämpften bis zum Umfallen um das Ergebnis in Grenzen zu halten. In dieser Phase kamen die Freizeitwölfe mehrmals in Tornähe, ohne jedoch in eine aussichtsreiche Schussposition zu kommen. Die beste Chance aus dem Spiel heraus vergab dann Westenrieder Gerhard, als er, viel zu überhastet, aus ca. 30m einen Heber über den gegnerischen Torwart versuchte, aber nur eine harmlose Rückgabe zustande brachte. „Gerhard, du hättest doch noch ein paar Meter laufen können, da war ja 20m um dich herum kein Gegenspieler“, schmunzelte der Glas Peter nach dem Spiel. „Ich habe sofort abgezogen, weil ich den Atem eines Gegenspielers im Nacken gespürt habe!“ konterte der Gerhard. Welcher Gegenspieler gemeint war, dessen Atem noch in rund 20 Meter Entfernung zu spüren war, bleibt für immer sein Geheimnis.

Bei einem vermeintlichen Handspiel eines Ecknacher Verteidigers reagierte der souverän leitende Schiedsrichter, trotz lauter Proteste der Gäste, noch nicht. Aber als Matthias Meiler wenige Minuten später im Strafraum zu Fall kam, ertönte der Pfiff des Referee. Fintina Christian wollte dem Geburtstagskind Edi Salvamooser die Ausführung des Strafstoßes überlassen, doch dieser hatte es sich schon auf der Ersatzbank bequem gemacht und wollte nicht mehr aufstehen. Gewohnt sicher verwandelte der Christian dann selbst den berechtigten Elfmeter zum 1:6 Ehrentreffer. Unmittelbar danach war Schluss. Gegen diese, läuferisch und technisch überlegene, junge AH des VfL Ecknach können die Freizeitwölfe stolz sein, sich -bis auf die ersten 8 Minuten-  so achtbar aus der Affäre gezogen zu haben. Darüber hinaus gab es nicht ein böses Wort oder einen Vorwurf innerhalb der Mannschaft. Auch das spiegelt die gute Stimmung im Team wieder. In der Kabinenanalyse vertrat der Woife Sterflinger die These, dass nicht nur Jugendmannschaften das Recht haben sich gegen starke Gegner weiter zu entwickeln, sondern auch eine 2.AH. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

Statistik:
1:0 (  2. Min), 2:0 (  7. Min), 3:0 (  8. Min)
4:0 (45. Min), 5:0 (47. Min), 6:0 (54. Min)
6:1 (79. Min) Fintina Christian FE (nach Foul an Meiler Matthias)